Da ist der Wurm drin

Da ist der Wurm drin...

Bio mit Extras

Heute habe ich die frisch geernteten Kirschen zu Konfitüre verarbeitet. Zwei Kilo habe ich dafür entsteint. Da unser Kirschenbaum natürlich nicht gespritzt wird, wohnt nun in jeder einzelnen Frucht ein Würmchen. Es sind die Maden der Kirschenfruchtliege. Diese legt im Frühling in jede Kirsche ein Ei, daraus schlüpft die kleine Made die sich fortan durch "ihre" Kirsche frisst.

 

Die Maden loswerden

Wenn die Früchte in Wasser eingelegt werden, blickt einen schon bald aus jeder Kirsche eine Made an. Manche schwören auf Zuckerwasser, ich habe das Wasser erhitzt. Dann kommen die Maden an die Oberfläche, wo sie mit einem Teesieb abgeschöpft werden können. Ich denke, die meisten habe ich erwischt... Und wenn nicht - Augen zu und durch. Die Tierchen haben sich ja ein Leben lang von nichts anderem als Kirschen ernährt, also werden sie auch nach nichts anderem schmecken!

 

Zwischen Ekel und Genuss

Ich kann ja verstehen, wenn man sich vor solchen Viechern ekelt, das liegt in der Natur der Menschen. Ungeziefer in den Lebensmitteln sind nicht immer gesund - der Ekel schützt die Menschen davor, sich zu vergiften. Aber sollte man auch immer zwischen Ekel und Genuss abwägen, und für Biokirschen vom eigenen Baum nehme ich ein paar Maden in Kauf ;-).

Das beste, was ich zum Thema gelesen habe: 

 "Schmecken Kirschen ohne Maden überhaupt?"

Kirschenkonfitüre

 

2kg Kirschen, entsteint

1kg Zucker

Zitronensäure

 

Die Kirschen entsteinen, in Wasser einlegen und Maden abschöpfen.

Mit etwas Wasser 20 Minuten sprudelnd weich kochen. 

Die Früchte mit dem Kartoffelstampfer nach belieben zermantschen.

Zucker beigeben, sprudelnd aufkochen.

Normalerweise gebe ich Geliermittel aus Apfelpektin dazu, da ich keines im Haus hatte, habe ich diesmal zwei Päckchen Zitronensäure beigegeben. Die Zitronensäure hilft auch beim Gelieren und gibt der Konfi ausserdem eine leichte Säure.

Ist das Resultat der Gelierprobe zufriedenstellend, wird die Konfitüre in sterile Schraubgläser gefüllt. Gläser kurz auf den Kopf stellen.

Dunkel und kühl lagern. Die Konfi hält bei uns gut ein Jahr, wenn sie nicht vorher gegessen wird.


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